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Wolfram Höhl ist tot

Wolfram Höhl (unser Privatfoto), der erste Vorsitzende und Mitbegründer der Hilfsorganisation "Helfer ohne Grenzen", ist tot. Für alle, die den energiegeladenen, unermüdlichen Koordinator des Vereins kannten, ist die Nachricht unfassbar. Schon seit Anfang der neunziger Jahre engagierte sich Wolfram Höhl zunächst in Privatinitiative für die Opfer der Balkankriege. Zusammen mit Gabriele Sennrich war er unter den Ersten, die nach Abschluss des Friedensabkommens von Dayton in das zerstörte Sarajevo reisten. Das Elend der jahrelang in der belagerten Stadt eingeschlossenen Menschen gab für beide den Anstoß zum Aufbau offizieller Niederlassungen des Vereins in Bosnien, später auch in Mazedonien.

Die korrekte Verteilung der Spenden und Hilfsgüter auch unter schwierigsten Bedingungen hatte für Wolfram Höhl oberste Priorität und war der Anlass für teilweise abenteuerliche Reisen durch Kriegsgebiete und in abgelegene Bergregionen, per Taxi, mit der Bundeswehr oder auch mit dem schwer strapazierten eigenen Auto. Keine Straßensperre und kein Militärpösten konnte Wolfram Höhl aufhalten, wenn er ein Flüchtlingslager besuchen wollte, um festzustellen, ob die Bedingungen für einen Hillstransport gegeben waren. Von jeder dieser Reisen kam er sprühend vor Ideen für neue Hilfsprojekte zurück: ein Haus für vertriebene Frauen aus Srebrenica, ein Tierheim, Hilfe für Flüchtlinge in einem vergessenen Lager bei Gorazde, Lebensrnittel für die Vertrieb enen in Mazedonien, um nur einige seiner neueren Vorhaben zu nennen.

Ein Herzensanliegen waren ihm die vielen Waisen und die durch den Krieg traumatisierten Kinder. Für viele konnten Patenschaften vermittelt werden, in Sarajevo wurde ein Iraumazentrum eröffnet und gerade erst hatte er ein neues Projekt begonnen, das besonders begabten Waisenkindern durch Stipendien ein Studium ermöglichen soll. Am vergangenen Samstag starb Wolfram Höhl 52-jährig an den Folgen eines Herzinfarkts. Er hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird. Zusammen mit den Freunden und Mitarbeitern wird seine langjährige Weggefährtin Gabriele Sennrich das gemeinsame Lebenswerk zu Gunsten der Schwachen und Hilfsbedürftigen in der Balkanregion weiterführen.

RNZ vom 24.10.2001

 

 

 

Ziele

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Flüchtlingen und Waisenkindern in Krisenregionen zu helfen, sowie die aus den Kriegsereignissen resultierende Verarmung der Bevölkerung zu lindern. Dies geschieht ohne Ansehen der religiösen, nationalen oder ethnischen Zugehörigkeit. 

Unsere insgesamt ca. 60 aktiven Mitarbeiter im In- und Ausland sind grundsätzlich ehrenamtlich tätig; aus diesem Grund arbeiten wir mit einem Verwaltungskostenaufwand von lediglich 1,5 %. Unsere Hilfsmaßnahmen erfolgen unabhängig von Staats- und Religionszugehörigkeit. Da Tiere die Not der Bevölkerung in diesen Gebieten mitzutragen haben, gilt unsere Fürsorge auch ihnen.

Wir schicken zur Zeit regelmäßig Hilfstransporte in den Kosovo, nach Mazedonien und Bosnien um dort den Vertriebenen, Waisenkindern und Armen aus der einheimischen Bevölkerung zu helfen. Die Flüchtlinge, die wir unterstützen erhalten meist keine Unterstützung von anderen Hilfsorganisationen.

       

 

 

Kontakt

Freiwillige Helfer werden nach wie vor dringend gesucht. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf..

       

 

 

 

Spenden

Wir sind auf Spende angewiesen. Ab DM 100 stellen wir gerne Spendenbescheinigungen aus. Bitte dazu auf dem Überweisungsträger Name und Anschrift genau eintragen.

       

 

 

 

Sponsoring bzw. Stiftungsgründung

Für Sponsoren, die sich in größerem Umfang an den Projekten von Helfer ohne Grenzen beteiligen möchten, besteht die Möglichkeit, eine Stiftung hierzu ins Leben zu rufen. Bei der Einrichtung dieser Stiftung sind wir gerne behilflich.